LIVING BAUHAUS Unternehmensgruppe seit 20.05.1993
LIVING BAUHAUS Unternehmensgruppe seit 20.05.1993

Blog von Maik Uwe Hinkel

Blog vom 02.08.2019 / Living Bauhaus Unternehmensgruppe

Ist die Deutsche Bank noch zu retten oder ist sie zu groß, um zu scheitern?

 

Die Deutsche Bank-Aktie kursiert derzeit um 7 Euro und wurde zum 31.12.1993 mit 886,50 Euro gehandelt, ein Absturz von 3,2 Milliarden Euro wird die Bank im 2.Quartal in den Büchern haben. Ein viel zu später Umbau wird 18.000 Stellen kosten. Das Investmentbanking soll vollständig aufgegeben werden. Der Aufwand wird 7,4 Milliarden Euro kosten. Jetzt geht’s los, würden die Sozis losbrüllen. Das Fenster schließt sich, die Bankenrealität wird sich in 2020 radikal verändern. 

 

Wie konnte es dazu kommen und wo wird uns das alles hinführen? Viele nennen den Neoliberalismus im globalen Maßstab als Ursache, aber das wäre zu einfach.

 

Die Rahmenbedingungen haben sich zur Jahrtausendwende gleich mehrfach verändert:

 

1.​Die Einführung des Euros ohne eine einheitliche Wirtschafts- und Fiskalunion sowie die ​Gründung der EZB in 1998 hat der Deutschen Bank ihren Einfluss auf Geldmenge, ​Binnenkonjunktur und Währungsstabilität ausgehebelt.


 

2.​Die Deregulierung des internationalen Kapitalverkehrs des deutschen Binnenmarktes für ​ausländische Finanzdienstleisters hat die Bank überfordert und sie konnte mit den großen ​„Hunden nicht pinkeln gehen, weil Sie ihr Bein nicht hochgenug bekam „.


 

3.​Die seit 1949 aufgebaute „Deutschland AG“ konnte oder wollte nicht auf den neuen globalen Markt, einheitlich ​und geschlossen reagieren und das begann damit, dass Gerhard Schröder ​Veräußerungsgewinne von Beteiligungen 2000-2001 steuerfrei stellte. Der „Permafrost“, der ​das Gebirge der Deutschland AG zusammenhielt, schmolz zusammen. Ab sofort agierte jeder ​alleine, auf eigene Rechnung und dachte, mit den „großen Hunden“ mitlaufen zu können oder zumindest einen fetten Happen alleine sich zu sichern. Ein Trugschluss. Die Deutschland AG war gescheitert.  

 

Rolf-E. Bräuer als gelernter Banker dachte, noch in den Jahren 1997-2002 das Schiff solide sichern zu können. Aber der Heimatmarkt Deutschland zerfiel für die Deutsche Bank mit der Deutschland AG, nachdem die ausländischen Konkurrenten den Markt begannen, räuberisch zu übernehmen. Der Aufsichtsrat holte Josef Ackermann aus der Schweiz. Er begann die deutsche Bank in ein sogenanntes „Investment & FinanzCenter (IFC)“ umzubauen. Ackermann „schleifte“ das klassische Bankgeschäft und setzte zu 100 % auf das Investmentbanking als maximale Spekulation. Nur dadurch konnte die amerikanische Subprime-Krise nach Europa und Deutschland nachhaltig überschwappen. Um aber überhaupt mit den großen „Hunden“  noch „bellen“ zu können, musste Ackermann noch riskanter agieren, noch aggressiver auftreten, noch skrupelloser zuschlagen als seine Konkurrenz und verkündetet lauthals 25 % Eigenkapitalrendite und sicherte jedes eingegangene Risiko mit einem noch größerem Risiko.

 

Und auf einem kam wie von Geisterhand 2007 und 2008  die Finanzkrise und alle dachten, das geht uns alle nichts an, das richtet schon die Politik wieder, aber nun kamen die Prozesse, Strafzahlungen, Schadenersatzforderungen und ein Vertrauensverlust, der den Kurs der Deutschen Bank am 01.06.2012 auf 25,80 Euro festschrieb. Ackermann musste an diesem Tag gehen. Dann kamen drei Jahre lang Anshu Jain und Jürgen Fitschen und danach 2016 wieder für 3 Jahre John Cryan. Allen dreien war es nicht gelungen, die Rechtsstreitigkeiten und die damit einhergehenden Risiken zu beenden noch das Investmentbanking abzustoßen. 

 

Mit dem gelernten Bankkaufmann Christian Sewing(Deutsche Bank Bielefeld) hat nun die Deutsche Bank seit 2018 ein Eigengewächs zum Chef erkoren. 

 

Die Ursachen für den Abstieg der Deutschen Bank waren und  sind auch von Sewing nicht mehr zu beschönigen oder gar umzukehren:

 

1.​die veränderten Rahmenbedingungen der globalen Wirtschaft wurden zu spät erkannt,


 

2.​unzureichende Anpassung an die veränderten Bedürfnisse der eigenen Kunden und fehlende ​und falsche Reaktion auf die Angebote der Konkurrenz,


 

3.​fehlender Mut und Durchsetzung von radikalen Veränderungen des Geschäftsmodels,

 

Auch heute sind die vorhandenen Risiken noch nicht über die Rückstellungen der Bank abzulesen. Auch die Vorgänger von Sewing werden ihm genauso, wie die mit goldenen Handschlag verabschiedeten Investmentbanker, keine Hilfe mehr sein. 


 

Sewing wird jetzt der Bank das „marode Dach“ abreißen, weil das wohl zu guter Letzt billiger kommt, als eine Sanierung. Was jetzt folgt, kennen wir schon:

 

1.​Kosten senken,

2.​Mitarbeiter abbauen,

3.​Toxische Papiere in eine Bad Bank verschieben,

4.​Ruf nach Rettung an die EZB oder dem Staat und damit dem Steuerzahler ,

5.​Insolvenz!


 

Das Fenster schließt sich langsam aber es schließt sich!!!

 

Blog vom 30.07.2019 15:00 Uhr / Living Bauhaus Unternehmensgruppe

„Hamburger Immobilienpreise entfernen sich immer mehr vom Einkommen“

 

Während vor kurzem in Berlin der Mietendeckel noch in aller Munde war, beobachtet man in Hamburg bereits, dass sich Wohnungen an der Alster, Elbe und Bille auf 5.000,00€/m² im Mittelwert eingestellt haben. Dabei konnte Hamburg von 2016-2018 circa 86% seines Bedarfs an benötigten Wohnraum decken. Trotz dessen stiegen die Immobilienpreise auf durchschnittlich 4.915€. Auch der Preis je Wohnung ist um 29 % auf 410.000€ gestiegen. Zahlreiche Investoren welche in Vergangenheit in Zinshäuser investiert haben, setzten nun auf Eigentumswohnungen. Geht es nach den Hamburger Maklern ist den vielen Hamburger Erben die Entkopplung der Preise vom Einkommen zuzuschreiben. Auch wenn weiterhin Gutverdiener nach Hamburg ziehen, können Sie sich den rasanten Preisanstieg nur durch wohlhabende Hamburger Erben erklären. Durch diese Entwicklung rechnet die Maklerbranche mit weiteren Potential nach oben auf Hamburgs Immobilienmarkt. So kommt es, dass mittlerweile der Anteil der Wohnungen mit Baujahr 2017 und jünger im Preissegment ab 5.000 Euro/m² bei 53% liegt. Besonders die Stadtteile Harvestehude (9.131€/m²), Hamburg-Altstadt (8.925€/m²), Rotherbaum (8.482€/m²) und Hafencity (7.714€/m²) weisen besonders hohe Immobilienpreise auf. Winterhude, Eimsbüttel, Othmarschen und Barmbek-Süd, sind mit Durchschnittspreisen von 4.500,00€ bis 6.000,00€ im mittleren Preissegment anzutreffen. Vergleichsweise günstig sind die Gegenden Rahlstedt und Niendorf auf Rang fünf und sechs mit Preisen um 3.000 Euro/m². Ob es sich bei den wohlhabenden Investoren ausschließlich um Erben handelt, kann man derzeit nicht mit Sicherheit sagen.  Es sind jedoch definitiv Menschen die das Potential des Norddeutschen Standortes erkannt haben.

Quelle: https://www.immobilien-zeitung.de/1000063458/hamburger-etw-preise-entkoppeln-sich-von-einkommen?utm_source=newsletter&utm_medium=e-mail&utm_campaign=Wochennewsletter+kw30_2019                                                                      

Blog vom 26.07.2019 14:00 Uhr / Living Bauhaus Unternehmensgruppe

 Blog Maik Uwe Hinkel / Living Bauhaus Unternehmensgruppe

 

Der Demografische Wandel in Deutschland und seine Auswirkungen

Aus der Zustandsbeschreibung für die deutsche Demografie mit dem größten und jenes mit dem geringsten Handlungsbedarf wird deutlich, wie groß die Unterschiede in der Entwicklung einzelner Regionen sind.  

 

Etwa anhand des Wohnungsleerstands. Dort, wo der Bund am wenigsten Handlungsbedarf sieht, liegt er bei 2%. In den Regionen mit dem größten Handlungsdruck stehen 9% der Wohnungen leer. Die Angebotsmieten liegen in Gegenden mit wenigen Problemen laut Analyse bei 5,19 Euro/m², wo strukturelle Defizite herrschen, sind es hingegen 10,30 Euro/m². Zwischen den Jahren 2008 und 2017 ist die Bevölkerungszahl in starken Regionen um 13%,6% angewachsen, in strukturschwachen um 12,3% gefallen. Menschen in einem Alter von über 65 Jahren haben in den starken Regionen einen Anteil von 16,7 % in den schlechten Regionen sind es 27,7 %. Der Anteil von Menschen im Alter über 65 Jahren beträgt dort, wo es insgesamt gut läuft16, 7%. Wo Probleme vorherrschen, sind es 27,8%.

 

Somit muss in Zukunft unbedingt an dieser starken Differenz gearbeitet werden, da es hierbei nicht nur um gerechte Lebensverhältnisse sondern um gerechte Lebenschancen geht. Besonders betroffen ist hierbei bis auf wenige Ausnahmen der Osten Deutschlands.

Aber auch das Saarland und das Ruhrgebiert sind von Strukturschwäche und Vernachlässigung betroffen. Auch in Ballungszentren werde durch steigende Lebenserhaltungskosten und hohe Mieten Verdrängungseffekte erwartet. Die Lösung des Bundes kommt in der Form des Zwölf-Punkte-Plans um Jahrzehnte zu spät. Dabei sollen auch noch nach 2021 weiterhin Mittel für den sozialen Wohnungsbau in Strukturschwachen Regionen zur Verfügung gestellt werden.

 

Auch für finanzschwache Kommunen soll der Bund finanzielle Hilfe anbieten. Auch Wohnungsunternehmen mit hohen Altschulden werden von der Förderung profitieren. Genaue Angaben zu den Kosten der Förderung wurden jedoch noch nicht veröffentlicht. Laut Horst Seehofer möchte man erst einmal versuchen mit dem Budget auszukommen. Da Kommunen und Länder noch nicht in das Konzept der Bundesregierung eingebunden sind, steht noch eine Menge Arbeit bevor. 

 

Auch vom Städtetag und dem Präsidenten des Deutschen Landkreises hörte man bisher nur kritische Einschätzungen. Somit bleibt erst einmal unklar ob es sich bei diesem Konzept um eine erstzunehmende Lösung oder nur Programmsätze und Apelle handelt.

Unverständlich bleibt, warum das „Heimatministerium „ solche Initiativen, die wir ausdrücklich begrüßen, nicht vorab mit den Verbänden, Ländern und Kommunen abstimmt und hier weitere  wertvolle Zeit im Diskurs verliert.

 

Wir benötigen nach wie vor ein Überangebot an Wohnungen um der Lage Herr zu werden! Nur dadurch werden Mieten signifikant sinken!

 

Quelle:  https://www.immobilien-zeitung.de/152105/aus-balance-geraten?utm_source=newsletter&utm_medium=e-mail&utm_campaign=Wochennewsletter+kw29_2019

 

 

Blog vom 17.07.2019, 17.00 Uhr Maik Uwe Hinkel – Living Bauhaus Unternehmensgruppe

 

Der Berliner Wohnungsmarkt und warum ist und bleibt er immer noch attraktiv für uns ALLE?

Die Vermögensverwalter, Versicherungen, Kassenverwalter von Ärzten, Rechtsanwälte und anderen Gutverdienern scheinen neben den Pensionsfonds die wahren Gewinner am Berliner Wohnungsmarkt zu sein.

Aber machen Sie nicht alle aus der Not eine Tugend? Haben Sie nicht ihren Anlegern, Kleinstsparern und Versicherungsnehmern eine Rendite bei Vertragsabschluss versprochen, die Sie wegen der Nullzinspolitik der EZB und damit der politisch Verantwortlichen in Europa so nicht mehr im Zeichen des eigenen Untergangs halten können? Und mussten diese institutionellen Anleger sich nicht andere Asset Klassen suchen, um ihre Zinszusagen für die Pensionskassen oder Lebensversicherungen usw. überhaupt noch halten zu können?

Die „Deutsche Wohnen“ ist der größte private Wohnungseigentümer in Berlin und gehört z. B. mit knapp 70 % der Aktien Kleinstanlegern, privaten „ Sparfüchsen“, die die Zeichen der Zeit , das heißt der Staaten, die sich über die Nullzinspolitik nicht weiter verschulden wollten, um damit die notwendigen Auflagen der EZB überhaupt einhalten zu können, erkannt haben und somit zumindest eine Rendite über die Asset-Klasse Wohnen von 2-3 % erreichen.

Das liegt knapp über der laufenden Inflationsrate von 1,6 % aus Juni 2019. Im April 2019 lag sie noch bei 2 %.

 

Und 30 % der Anteile der Deutschen Wohnen sind unter 4 Fonds aus den USA, Norwegen, Kannada aufgeteilt. Darunter auch ein staatlicher Pensionsfonds.

Die Vonovia ist der zweitgrößte Berliner private Wohnungseigentümer, der über Fondsstrukturen geführt wird.

 

Aber wem gehören diese Fonds und wer verwaltet sie? Einer der größten Fondverwalter in Europa ist „Blackrock“ und dieser Fonds verwaltet auch das Vermögen von Mittelständlern, Beamten , Selbständigen auch von Millionären und dieses Klientel baut sich über diese Fonds-Rücklagen für den Ruhestand oder für größere private Investitionen auf.  In Berlin, einer Stadt mit ca. 3,64 Millionen Einwohnern gibt es aber kaum 500 Einkommensmillionäre und man schätzt so mit ca. 200.000 Millionären. Deutschlandweit sind es ca. 1,1 Millionen Menschen, so die letzten Zahlen aus 2014 nach Untersuchungen der Beraterfirma Capgemni.

Also mehr oder weniger sind diese privaten Wohnungseigentümer wie Deutsche Wohnen, Vonovia, TAG Immobilien, Aroundtown, Grand City, Covivio, durch uns ALLE finanziert und gehört über den Streubesitz zu einem großen Teil auch den Sparern, die für ihre Rücklagen nun keine staatlichen Alternativen mehr finden konnten.

Viele Berliner investieren für ihre Altersvorsorge in diese Fonds. Auch die großen Versicherer wie z. B. die Allianz sind mit ihrer Lebensversicherungssparte in diese Fonds investiert. Die Sparkasse macht es über ihre eigenen Dekra Investments-Fonds über Anteile an Vonovia. Aber auch viele Kleinsparer in Berlin legen ihr Geld für die private Altersvorsorge an und investieren so in ihre eigenen Vermieter.

 

Und warum kann der Staat, vertreten durch den Bund, die Länder und die Kommunen, die doch so wichtige Daseinsvorsorge, das Wohnen nicht mehr seinen Menschen garantieren? Weil er sich schon am 01.01.1990 von dieser Pflichtaufgabe durch die Privatisierung von Wohnraum – wie bereits so von vielen anderen Aufgaben, dem Bahnmonopol, der Deutschen Post, den Energie- und Wasserversorgern bis hin zum Luftverkehr – getrennt hat und meinte, die Gemeinnützigkeit für Wohnungsbaugesellschaften streichen zu müssen.

Ab diesem Zeitpunkt begann der massenhafte Ausverkauf von kommunalen Wohnungen. Private Investoren, institutionelle Anleger aller Asset-Klassen begannen sich für Wohnungen in Berlin zu interessieren und spätestens nach der Finanzkrise 2008 solche einzukaufen. Die europäische Zentralbank senkte die Zinsen und die hinterlegten und angehäuften Gelder – der oben benannten Fonds von der kleinsten Pensionskasse über Versicherungen bis hin zu Berufsgenossenschaften und ihren Rentenfonds –  wurden in Berliner Wohnungspakete investiert. Davor wurden die doch so sicheren, aber ohne Rendite ausgelegten Festgeldkonten und Bundesanleihen aufgelöst.

 

Dazu kommt selbstredend der Standortvorteil , der eben nicht bei den politischen Akteuren oder der immer ausufernden Bürokratie zu suchen ist, sondern im preiswertesten Niveau aller europäischen Hauptstädte und da beziehe ich Moskau, Warschau und Sofia selbstredend mit ein. Auch im stetigen Zuzug in die Stadt liegt ein Standortvorteil. Dabei wuchs die Bevölkerung in 2018 um 31.300 Menschen zu 2017 an, die ausländische Bevölkerung in den letzten 5 Jahren um 37.000 Menschen und die Deutschen verringerten sich um 6 000 Menschen. In den letzten fünf Jahren wuchs Berlin um 47.700 Personen im Jahr. Das Bevölkerungswachstum geht zum einen auf 40.200 Geburten und 35.900 Sterbefällen und zum anderen auf 180.000 Zuzüge und 151.000 Fortzüge zurück. Aber auch der wenige Wohnungsneubau, der nicht zuletzt durch die politischen Verantwortlichen seit 1990 zu verantworten ist, aber auch in der Regulierungswut der Deutschen begründet, und die immer ausufernde Bürokratie schwächt den Berliner Wohnungsmarkt erheblich und stetig. 

Und nicht zuletzt die noch oft nicht modernisierten Wohnhäuser und der Wohnungsmangel macht ein ständiges Wachstum an Mieten unausweichlich und diese Chancen nutz die Privatwirtschaft und die Stadt profitiert von den erheblichen Einnahmen an Gewerbe und Körperschaftssteuern.

 

Nur ein Überangebot an Wohnungen aller Preisklassen wird dauerhaft die Mieten senken und dem nachhaltigen Zuzug in die Stadt gerecht werden können.

Und das alles führt dazu, dass die Spekulation um Wohnbauland und das Wertsteigerungspotential für Investoren Berlin so spannend bleiben lässt. Das Zusammenspiel von Modernisierungsrückstau, niedrigen Zinsen, die Potentiale aus Mangel und Mietzinssteigerung bringen das nun erkannte Problem durch die Politik auf die Straße.

Nur das es eben nicht durch die private Bauwirtschaft noch durch die privaten Wohnungsbesitzer mit ihren Fonds verursacht worden ist. Die SPD führt seit 1990 in Gesamtberlin (Ost und West) die Wohnungswirtschaft in den städtischen Gesellschaften und als Bau- und Stadtentwicklungssenatoren an. Sie hat es versäumt die notwendigen Regelungen zum Schutz der Menschen auf und in ihren Wohnungen und zur Durchsetzung eines Menschenrechtes auf bezahlbaren Wohnraum sicherzustellen.

Die Lage in der Stadt wird sich weiter zuspitzen, da die politischen Verantwortlichen glauben, über Mietpreisbremse, Mietendeckel und Kauf von Bestandswohnungen aus Steuermitteln das Problem zu lösen. Damit wird nicht eine Wohnung und schon gar keine preiswerte Wohnung errichtet.

 

Es bedarf eines Sofortprogrammes in der Stadt unter Aussetzung von Regelungen und Fristen, die in analoger Anwendung des Flüchtlingsunterbringungsgesetzes vom 26.11.2014 das Regelungswerk des BauGB auf 5 Jahre befristet änderte. Hiermit wurden damals erhebliche und wirksame bauplanungsrechtliche Erleichterungen für den Bau von Wohnunterkünften geschaffen. Das Baugesetzbuch wurde mit Wirkung vom 24.10.2015 befristet bis zum 31.12.2019 für sämtliche Gebietsarten (Bebauungsplangebiete, nicht beplanter Innenbereich, Außenbereich) geändert.

Warum sollten die damaligen Regelungen von Maßnahme Gesetzen, Teilprivilegierungen, Abweichungsbefugnissen und Aufhebungen von Rechtsfolgen nach dem BauGB nicht heute auch für die jetzige Notlage im städtischen Wohnungsbau Anwendung finden können.

Maik Uwe Hinkel

Maik Uwe Hinkel – Mietendeckel sorgt für Unsicherheit bei Mietern und Eigentümern

12. Blog 2015 von M. U. Hinkel
Berlin, 21.12.2015
Was war das für ein Jahr?
In den letzten Wochen und Monaten spürte doch jeder, dass sich unsere Welt irgendwie verändert hat. Die Polarisierung in Europa, die ungewisse Zukunft des Euros, die riesige Staatsverschuldung, der sich ins Gegenteilige drehende „arabische Frühling“, die neue Ost-Front in der Ukraine, Terroranschläge in der Luft und zu Lande und nicht zuletzt der große Flüchtlingsstrom sind mittlerweile nicht nur in Berlin, sondern überall in der Republik Realpolitik geworden.
12. Blog 2015.pdf
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Maik Uwe Hinkel interessiert sich neben den Themen Architektur und Kunst auch besonders für die wirtschaftliche Lage und Entwicklung in Deutschland und Europa. Er befasst sich mit Themen, wie der Flüchtlingspolitik, der Währungspolitik oder den Währungsreformen und stellt dabei die politischen Geschehnisse auf seinem Blog zur Diskussion. Maik Uwe Hinkel schreibt bereits das dritte Jahr in Folge auf seinem Blog über tagesaktuelle Themen.

 

 

Aktuelle Blogbeiträge von Maik Uwe Hinkel

 

Können wir noch billiger bauen und was hat die Flüchtlingsfrage damit zu tun?

01.11.2015 jetzt lesen

 

Die gesetzliche Einlagensicherung und der DAX

01.10.2015 jetzt lesen
 

Die Flüchtlings- und Währungspolitik sind in Europa gescheitert. Was Muss noch passieren?

01.09.2015 jetzt lesen

 

Welchen Preis zahlen wir für den Zusammenhalt des Euroraumes?

28.07.2015 jetzt lesen

 

Kommt eine Währungsreform oder ein Schuldenschnitt oder beseitigt die Politik demnächst alle Schulden?

26.06.2015 jetzt lesen